Abschied unserer Pfarrsekretärin  –  Frau Wullschläger

Liebe Frau Wullschläger, liebe Grazyna,
mehr als 15 Jahre hast du in unserer großen Pfarrei als Pfarrsekretärin gearbeitet. Ja, so eine Pfarrsekretärin braucht eine ganze Anzahl von Eigenschaften, denn die Aufgaben in einem Pfarrbüro sind vielseitig und anspruchsvoll. Was sie alles können und beherrschen muss, was man von ihr erwartet, kann man in einer Stellenbeschreibung nachlesen:                              Freundlichkeit im Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit, PC Kenntnisse Einfühlungsvermögen, Taktgefühl und Diskretion, Belastbarkeit, Kontaktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft, Bereitschaft zur Teamarbeit, Organisationstalent, Selbstständigkeit und vor allem neben dem schwierigen Terminmanagement mit den Hauptamtlichen, der Pfarrbriefgestaltung und den vielen kleinen und großen Organisationsaufgaben in der Gemeinde   –  immer ansprechbar zu sein.

Darüber hinaus:

  • das Chaos beherrschen und den Laden schmeißen
  • zwei offene Ohren und ein offenes Herz für jeden haben, auch nachdem das Telefon schon 35 Mal geklingelt hat
  • den hungrigen Computer mit immer neuen Daten füttern
  • Postboten, Paketdiensten, Messbestellern, Besuchern und Handwerkern freundlich Einlass gewähren.
  • Pfarrbriefe drucken, Kopien anfertigen und bereitlegen
  • immer wissen, wann die Gemeindereferentin mit den Kommunionkindern Kerzen verziert oder wohin der Hausmeister gerade unterwegs ist

Ja, Grazyna, all die genannten Eigenschaften konnten wir bei dir entdecken, so dass du die vielfältigen Aufgaben unserer Gemeinde zur großen Zufriedenheit erledigt hast. Du  warst über so viele Jahre eine „stabile Mitarbeiterin“ unserer Gemeinde, die über alles Bescheid wusste und „im freundlichen Griff“ hatte. Ohne dich hätten die Pfarrer, zunächst Pfarrer Bongartz, später Pfarrer Berkefeld, und die weiteren Hauptamtlichen, sowie die vielen anderen Mitarbeiter unserer Gemeinde ihre Aufgaben  nicht so gut geschafft. Für deine engagierte, freundliche und zuvorkommende Art bist du in der Gemeinde bekannt und wirst du geschätzt. Unzähligen Besuchern des Pfarrbüros hast du einen freundlichen Blick und ein gutes Wort und ungezählten Anrufern ein geduldiges Ohr geschenkt. Das war sicherlich nicht immer einfach, denn es landeten im Pfarrbüro auch Klage, Ärger und Probleme, die es spontan zu lösen galt.

Im Namen der ganzen Gemeinde danke ich dir ganz herzlich für deine Arbeit zum Wohl unserer Gemeinde.

Am Tag deiner Verabschiedung gebe ich dir ein paar Worte von Katharina von Siena – sie ist die Patronin der Pfarrsekretärinnen  – mit auf den Weg.
Katharina hat im 14. Jahrhundert gelebt, einer Zeit, die ähnlich wie die unsere sehr schwierig für die Kirche war. In dieser Situation hat Katharina ihr ganzes Vertrauen auf Gott gesetzt. Das hat bei ihr eine unglaubliche Energie und grenzenlosen Mut freigesetzt. In ihrer schlichten und doch ganz festen Art konnte Katharina sogar den Papst dazu bewegen, aus seinem Exil aus Frankreich nach Rom zurückzukehren. Dadurch hat sie der Freiheit der Kirche einen unschätzbaren Dienst erwiesen.

Ihr Herzensanliegen war:

  • in nicht einfacher Zeit
  • in großem Vertrauen auf Gott
  • mit Mut und Selbstbewusstsein die Kraft für eine konkrete Aufgabe in der Kirche  einsetzen!

Möge dir das an deinem neuen Wirkungsort gelingen.
Wir sagen Danke und wünschen dir einen guten Start bei deinen neuen Aufgaben!
Bleibe so voller Lebendigkeit, Farbigkeit und Energie wie es dieses Windrad ist, das ich dir jetzt überreiche.

Für die Pfarrgemeinde Christine Braun , Vorsitzende vom Pfarrgemeinderat