Pfarrer Kellner ist ab kommenden Montag wieder im Dienst
Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralbereich Hannover-Süd,
am kommenden Montag werde ich meinen Dienst als Ihr/euer Pfarrer schrittweise wieder aufnehmen. Ein vier Millimeter großer Tumor auf der Hypophyse hatte bei mir das seltene Cushing Syndrom ausgelöst und den gesamten Stoffwechsel meines Körpers auf Abbau gestellt. Die Ursache meiner Erkrankung herauszufinden war die eine Herausforderung, in Norddeutschland einen Arzt zu finden, der bereit und in der Lage war, diese seltene Erkrankung zu behandeln, eine andere.
Nach einem Aufenthalt in der Medizinischen Hochschule Hannover konnte im August der Tumor im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch Professor Flitsch erfolgreich entfernt werden. Entgegen allen bisherigen medizinischen Erfahrungen, hat sich mein Stoffwechsel relativ schnell wieder regeneriert, so dass ich nun nach einem dreiwöchigen Aufenthalt in der Vitalisklinik Bad Hersfeld wieder allmählich meinen Dienst aufnehmen kann.
Allen, die in den zurückliegenden vier Monaten meiner Erkrankung Vertretungsdienste und zusätzliche Verpflichtungen übernommen haben, danke ich an dieser Stelle ganz herzlich. Mein besonderer Dank gilt den Ärzten, die sich für mich eingesetzt und mir durch ihr Engagement das Leben gerettet haben, Herrn Miklea, Herrn Dr. Dölle, Frau Dr. Deutschmann und Prof. Flitsch.
Danken möchte ich auch all denen, die mir auf ganz unterschiedlichen Wegen immer wieder ihre Anteilnahme bekundet haben. Danke auch für Ihre/eure vielfältigen Unterstützungsangebote, die mich erreicht haben und Ihr/euer fürbittendes Gebet. Besonders gefreut habe ich mich über die große Grußkarte, die während des Pfarrfestes von St. Oliver entstanden ist und nun neben meinem Schreibtisch ihren Platz gefunden hat.
Manche von Ihnen/euch hätten sich mehr Informationen über meinen gesundheitlichen Zustand gewünscht. Ich habe mich bemüht, diesem Interesse, so gut es ging, gerecht zu werden. Das war leider nicht immer umfassend und zeitgerecht möglich, weil ich selbst lange Zeit nicht wusste, was die Ursache meiner Erkrankung war und wie es weitergehen würde. Manchmal haben sich die Verhältnisse innerhalb eines Tages mehrfach verändert. Sie/ihr werden/werdet verstehen, dass ich in dieser persönlich hoch belasteten Zeit der Sorge um meine Gesundheit den Vorrang gegeben habe.
Auf das Wiedersehen mit Ihnen/euch freue ich mich.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr/euer Pfarrer
Thomas Kellner