Ein modernes Märchen, inszeniert als TV-Spielshow, bei der das teuflische Team „Luzifer“ gegen das mit Schutzengeln besetzte „Gabriel“-Team um die Gunst der Hauptfigur Hannah kämpft: Darum geht es in „Die Suche nach dem Glück 2. Staffel, Folge1: Hannah“. Rund 100 Zuschauer sahen allein am Sonntag den 12.12.2016 um 15 Uhr das von Michael Hoppe für St. Oliver verfasste Weihnachtsmärchen.

Wochenlang hatten 16 junge Darsteller aus der Gemeinde die Texte einstudiert, wurden Bühnenbild und Kostüme zusammengestellt. So in Szene gesetzt suchte die junge Laatzenerin Hannah (gespielt von Emilia-Sophia Böhnstedt) auf der Bühne ihr Seelenheil. Während ein diabolisches Zeiträuber-Trio versucht, sie mit Karriereworkshops und Fitness-Kursen von Zwischenmenschlichem und Treffen mit Oma oder Freunden abzuhalten, wollen ihre beste Freundin Vanessa und drei Schutzengel ihr den Weg zum eigenen Glück aufzeigen. Obwohl es zunächst anders aussieht, entscheidet sich Hannah letztlich doch für ihre Oma und die Freundin – und die Schutzengel atmen auf.

Buchholz ist der Mann für die Technik

Ohne ihn wäre es ganz schön duster und ruhig auf der Bühne „Ich sorge dafür, dass auf der Bühne Licht und Ton stimmen“, erzählt Thomas Buchholz. Als Zuständiger für die Technik steuert er 24 Scheinwerfer und eine Disco-Kugel, für die rund 100 Meter Strom- und Lautsprecherkabel vor, auf und hinter der Bühne verlegt werden müssen. „Neu sind unsere LED-Scheinwerfer und das digitale Steuerpult“, sagt der 47-Jährige, der sich freut, dass keine heißen Scheinwerfer mehr den Aufenthalt im Technikbereich hinter der Bühne zu einem Saunabesuch machen. Auch von der diesjährigen Weihnachtsmärchengruppe ist er angetan: „Wir sind eine homogene Gruppe, die viel Spaß hat – obwohl die Kinder in diesem Jahr ein Altersspektrum zwischen fünf und 15 Jahren haben.“

Die passende Maske für die Charakteure

Magdalene Ballmüller ist zuständig für Kostüme, Deko und die Maske. „Ich muss mich bereits Wochen vor dem Stück mit den Charakteren auseinandersetzen und überlegen, welches Kostüm, welche Maske und was für ein Bühnenbild am besten passen“, erzählt die 49-Jährige. Dazu schaue sie in den Fundus. „Finde ich nichts, muss Neues genäht oder angefertigt werden.“ Was sie für ihre Arbeit braucht, sind Kreativität, Spaß am Werkeln und ein andauernder Austausch mit den Akteuren. Nach 20 Jahren wurden für das diesjährige Weihnachtsmärchen erstmals die Engelskostüme ausgetauscht und sieben neue angefertigt. „Das gegenseitige Unterstützen macht hier viel Freude. Und die kleinen Nachwuchsschauspieler lernen von denen, die schon länger mit dabei sind“, so Ballmüller.

Vier Haarfarben und „megaviel“ Glitzer

Liesa Kaiser ist bei dem Weihnachtsmärchen für die Haare zuständig: „Ich muss die typgerechten Frisuren für die Schauspieler schaffen. Dazu brauche ich Bürsten und Spray, Haargummis und -spangen und außerdem megaviel Glitzer“, erzählt die 16-Jährige. Im Gegensatz zu den Vorjahren seien die Frisuren in diesem Jahr anspruchsvoller, weil es eher um eine TV-Show gehe denn um ein Märchen. „Deshalb brauche ich auch vier verschiedene Haarfarben für die zahlreichen Rollen: Rosa und Grün, Silber und Gold – und eben ganz viel Glitzer“, erzählt die Schülerin aus Alt-Laatzen. Wie sie die Vorbereitung und die Aufführungen des Weihnachtsmärchens empfindet? „Das macht alles viel Spaß, denn es ist ein super Zusammenhalt in unserer Gruppe!“

Auf diese Frau hören alle gern

Eine, auf die beim Theaterstück alle gern hören, ist Vera Buchholz. Die 45-Jährige ist nicht nur für die Regie und die Kostüme zuständig, sondern sie hilft auch als Souffleuse, wenn die Darsteller auf der Bühne einen Texthänger haben. „Für mich ist das dieses Jahr einfacher, denn wir brauchen bei den Kostümen nicht so viele märchenhafte Sachen wie sonst bei den Märchen. Und Glitzer und Farbe für die Frisuren haben wir genug“, sagt sie lachend.

Insgesamt 13-mal sei das Stück seit den Herbstferien mit den jungen Schauspielern intensiv geprobt worden, um textsicher zu werden. „Dabei ist stets Hand in Hand gearbeitet worden, und wir sind alle als Team toll zusammengewachsen“, sagt Buchholz. So entstehe ein besonders gutes Gemeinschaftsgefühl.