Grußwort zum Kirchweihfest 2021

Gott baut ein Haus, das lebt
Gott baut ein Haus, das lebt, aus lauter bunten Steinen, 
aus großen und aus kleinen, eins, das lebendig ist.
Gott baut ein Haus, das lebt, wir selber sind die Steine, 
sind große und auch kleine, du, ich und jeder Christ.

Liebe Gemeinde,

ja, dieses Haus von Gott gebaut, unsere St.Oliver-Kirche, ist vor 44 Jahren, im Jahr 1977, geweiht worden. Jedes Jahr danach haben wir uns in den darauf folgenden Jahren in einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Gemeindefest an die Weihe unserer Kirche in Freude und Dankbarkeit erinnert. Das hat stets viele Menschen zusammengeführt und immer wieder neu die Gemeinschaft gestärkt.

Nun können wir schon zum 2. Mal aufgrund der Corona-Pandemie in der so lieb gewordenen Weise nicht feiern. Und dennoch – auch wenn heute jetzt hier nur eine kleine Gottesdienstgemeinde in der Kirche versammelt ist, andere sind mit uns im Livestream oder am Kirchenradio verbunden, hoffe ich und wünsche es uns, dass die Verbindung untereinander auch in dieser schwierigen Zeit erhalten geblieben ist und bestehen bleibt.
Wenn sich die Türen des Gemeindehauses, zusätzlich zu den Kirchentüren, so wie es im Moment geplant ist, am 1. Oktober wieder öffnen werden, vertraue ich darauf, dass das Gemeindeleben nach und nach wieder aufleben wird.

Was vielen von uns unsere Kirche bedeutet, beschreibt der Liederpfarrer Eugen Eckert ganz treffend im folgenden Liedtext.

Meine Kirche

Meine Kirche ist ein Haus mit offnen Türen,
sie hat ein Fundament, das ewig hält und trägt.
In weiten Räumen ist ein Geist zu spüren,
der Liebe wagt, von Gott geprägt.
Sie hat ein Dach, das vielen Obdach spendet,
durch bunte Fenster strahlt Lebendigkeit,
an ihren Tischen manche Not sich wendet,
sie schenkt stets neu Geborgenheit.

Ref.: Meine Kirche, jetzt und hier,
meine Kirche lebt von dir und mir.

Meine Kirche ist ein Ort, um zu verweilen,
sie lebt von Menschen voller Mut und Phantasie,
sie lernen in ihr Brot und Wein zu teilen,
Gemeinschaft nicht als Utopie.
In ihren Gärten dürfen Kinder spielen,
und Lieder sprudeln hell aus jedem Saal.
Geschichte spricht aus Mauern, Büchern, Dielen,
das jetzt durch Segen allemal.

Meine Kirche ist ein Geschenk, verzückt erfunden,
auf Jesu Spuren wirkt sie heilsam in der Welt.
Sie ist und bleibt an Gottes Wort gebunden,
besteht, solang es Gott gefällt.
Sie mischt sich ein, um Leben zu bewahren,
ringt mit um Frieden und Gerechtigkeit.
Sie weiß um Schuld, kann Fehler nicht ersparen
und setzt doch auf Barmherzigkeit.

Die Sehnsucht ist in unseren Herzen geblieben, dass unsere Kirche in Zukunft wieder ein solcher Ort sein wird, wo eine lebendige Gemeinschaft zusammentrifft.
Machen wir uns auf den Weg – gemeinsam,
denn unsere Kirche lebt von dir und mir.

 Christine Braun,
 Pfarrgemeinderatsvorsitzende