
Hildesheim. Hinschauen. Handeln.
Gespräche mit dem Forschungskonsortium zur Aufarbeitung im Bistum Hildesheim sind bis Juli 2026 möglich
Im Bistum Hildesheim werden weiterhin Schritte unternommen, sexualisierte Gewalt in der Kirche aufzuarbeiten. Eine Forschungsgruppe arbeitet mit Hilfe von Interviews die Vergangenheit auf und sucht dazu Personen für Interviews. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessieren sich insbesondere für die Perspektiven von Betroffenen, die Missbrauch erfahren haben, sowie deren Angehörige. Eine Teilnahme ist bis Juli 2026 möglich.
Das aktuelle Vorhaben konzentriert sich nicht auf einzelne Zeiträume oder Personen, sondern untersucht sexualisierte Gewalt im gesamten Zeitraum von 1945 bis heute. Im Bistum Hildesheim sind in der Vergangenheit Menschen von sexualisierter Gewalt durch kirchliche Amtsträger und Mitarbeitende betroffen gewesen, etwa in Pfarrgemeinden, Kinder- und Jugendheimen, Schulen, Internaten und Kinder- und Jugendgruppen oder anderen Orten.
Ziel ist es, Taten, Strukturen und Folgen systematisch zu untersuchen und aus den Ergebnissen Konsequenzen für Prävention, Erinnerungskultur und den Schutz vor zukünftiger Gewalt zu ziehen.
Projektbeteiligte sind das Institut für soziale Arbeit e.V. in Münster, das International Centre for Socio-Legal Studies in Heidelberg und Berlin sowie die Universitätsmedizin Rostock.
Wer Interesse an einer Teilnahme oder Fragen dazu hat, kann sich per E-Mail an die Wissenschaftlerin Inka Janssen von der Uni Rostock wenden: inkameike.janssenmed.uni-rostock.de.Weitere Informationen findet man auch auf der Seite des Bistum unter:: https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/fachleute-suchen-betroffene-von-sexualisierter-gewalt-und-angehoerige-fuer-interviews/
Siegfried Heinemann (PgP)
Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de
