Kath. Pfarrgemeinde
St. Oliver, Laatzen
mit St. Mathilde und St. Josef

Bericht von der Israel-Fahrt vom 03. bis 11. März 2020

 

„Unterwegs und auf der Suche​“

Dieses Lied begleitete die Pilger, die mit Pfarrer Berkefeld im Heiligen Land waren. 31 Personen aus den Gremien des Pastoralbereichs flogen erwartungsvoll nach Israel.
Wir starteten am See Genezareth, Tabgha, Berg der Seligpreisungen, Kapharnaum, Magdala. In Nazareth besuchten wir die Verkündigungskirche, in Caesarea Philippi wanderten wir zu den Jordan-Quellen.

Auf dem Berg Tabor waren nicht so viele Touristen und wir konnten ungestört in der Verklärungsbasilika eine Messe feiern.

Corona hat uns auch in Israel beschäftigt, es gab Gerüchte, dass wir früher abreisen müssten, aber nur das Programm änderte sich. Wir durften nicht ins Westjordanland und nach Bethlehem, aber nach Haifa in die Meeresstern-Kirche und nach Caesarea Maritima.

Von dort ging’s in die Wüste Negev, wir übernachteten in einem Kibbuz und fuhren nach einem Gang durch das Wadi Zin nach Jerusalem:

Klagemauer, Grabeskirche, Via Dolorosa, Gethsemane, Tempelberg, Annakirche, Abendmahlssaal . . .

Dazu eine Führerin, die uns mit viel Humor die christlichen Stätten gezeigt hat. Sie konnte auch deutlich machen, welche Plätze und Gebäude „der Tradition nach“ eine Bedeutung haben und welche original sind, wie z. B. die Stufen, die vom Abendmahlssaal herunter führen nach Gethsemane, sind aus der Zeit Jesu.

An oder in vielen Kirchen haben wir gesungen, gebetet und Messen gefeiert und dabei die entsprechenden Texte aus der Bibel gelesen.

Beeindruckend war die Bootsfahrt über den See Genezareth. In der Mitte des Sees wurde der Motor abgestellt und wir hörten aus Mt 14 die Geschichte, als Jesus über das Wasser geht und zu Petrus sagt: Komm! Da erkennen die Jünger in ihm den Sohn Gottes.

Die Messfeier in der Grabes- bzw. Auferstehungsbasilika morgens um 5 Uhr war ein besonderes Erlebnis. Die für uns fremde Ausstattung und viele schon anwesende Beter haben unsere Andacht nicht gestört.

In der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg trafen wir den Benediktiner Pater Elias, der uns von den Christen in Jerusalem erzählte und bedauerte, dass das Zusammenleben der Konfessionen und Religionen schwieriger geworden ist durch immer radikalere Tendenzen.

Auch die politische Situation im Nahen Osten war immer wieder Gesprächsstoff. Wir hoffen, dass bald eine Lösung für die Menschen dort gefunden wird, damit der Wunsch unserer Reiseleiterin wahr wird, dass nach der Corona-Krise wieder viele Besucher_innen ins Land kommen.

Monika Wienhold-Quecke

Bildmaterial: Kornelia Moritz