Messdiener pilgerten zum Papst nach Rom

Es war ein echter Gänsehautmoment: Der ganze Petersplatz war voller Menschen, Ministranten aus der ganzen Welt waren hierher gekommen, und dann fuhr Papst Franziskus in seinem Papamobil durch die jubelnde Menge und grüßte uns. Da spürten wir, wie viele Messdiener es in den vielen Ländern der Welt gibt –  ein Gefühl der Verbundenheit und der Gemeinschaft, das wir nicht so schnell vergessen werden. Wir, sieben Messdiener aus St. Oliver, haben an der Internationalen Ministranten-Wallfahrt nach Rom teilgenommen. Für eine Woche pilgerten wir Anfang August unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“ durch Rom. Aus dem Bistum Hildesheim waren rund 250 Ministranten dabei. Insgesamt waren es 60 000 aus der ganzen Welt.

Unsere Woche begann mit einem Bistumsgottesdienst im Hotel in dem Stadtteil Pietralata, in dem wir untergebracht waren. Am Tag darauf folgte eine Stadtrally, bei der man die Möglichkeit hatte, die Sehenswürdigkeiten Roms zu besichtigen. Beispielsweise lernten wir das Kolosseum kennen, den Trevibrunnen, das Pantheon, die Spanische Treppe und den Petersplatz. Der Höhepunkt unserer Wallfahrt fand am Dienstagabend mit einer Papstaudienz und einem anschließendem Abendgebet mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz statt. Es war ein heißer Tag, an dem wir uns immer wieder Wasser beschaffen mussten, doch wir sangen gemeinsam unser Pilgerlied und die Stimmung war gut. In der Stadt tauschten wir immer wieder unsere Pilgertücher mit Ministranten aus anderen Ländern, mit denen wir so auch ins Gespräch kamen. Am Mittwoch besichtigten wir eine alte Ruinenstadt in der Umgebung Roms, Ostia antica. Am Donnerstag waren wir auf dem Monumento a Vittorio Emanuele ll, das scherzhaft auch Schreibmaschine genannt. wird Von dort aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die Dächer Roms. Neben all diesen Aktionen standen jedoch die Begegnungen mit Ministranten aus aller Welt im Vordergrund. Mit ihnen haben wir uns unterhalten, gesungen und unsere Pilgertücher ausgetauscht. Es war eine anstrengende, aber auch wunderschöne Woche voller Erlebnisse und Eindrücke, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Klara Benne