Lieber Pfarrer Berkefeld,

am Ende Ihres ersten Abschiedsgottesdienstes hier möchten wir uns gar nicht so recht verabschieden, wir wollen vor allem Danke sagen! 14 Jahre sind Sie bei uns hier in St. Oliver Pfarrer. Sie haben einige unserer Messdiener getauft, fast alle zur Erstkommunion begleitet, viele gefirmt und sogar schon getraut. Wir sind im Grunde mit Ihnen groß geworden. Wenn wir auf diese 14 Jahre zurückschauen, wissen wir gar nicht, was wir alles erzählen sollen, so viele Messen haben wir zusammen gefeiert, so viele Feste zusammen begangen und so viele schöne Treffen miteinander unternommen. Wir waren zusammen auf Reisen, haben zusammen gelacht und zusammen so manche Schwierigkeiten gemeistert. Sie haben auch uns mal das Feld überlassen, uns Raum gelassen für unsere Ideen – innerhalb und außerhalb der Kirche. Uns aber auch immer unterstützt, wenn wir Ihre Hilfe gebraucht haben, vor jeder Messe und jedem Hochfest. Und auch wenn‘s mal nicht so lief, sagten Sie immer: „Hat schon keiner in der Gemeinde gemerkt!“

Nach 14 Jahren hier bei uns und mit uns in Laatzen führt Sie Ihr Weg nun nach Duderstadt. Neue Aufgaben, neue Stadt, neue Leute, selber Thomas Berkefeld. Wir sind uns sicher, dass Sie dort genauso wirken werden wie hier: genauso aufgeschlossen, genauso freundlich, mit demselben Tatendrang, mit der gleichen Begeisterung. Wir hoffen aber auch, dass sie dort genauso warm und herzlich von den Menschen aufgenommen werden, wie hier in St. Oliver. Von Menschen, die genauso engagiert sind und Gemeinde leben! Und wir hoffen, dass Sie dort genauso – oder zumindest fast genauso hervorragende Messdienerinnen und Messdiener haben werden, wie hier in St. Oliver. 22 von uns sind heute hier und vertreten unsere knapp 50 Messdiener, einige schauen sicherlich gerade online zu und einige werden auch morgen hier sein.

Damit Sie uns nicht vergessen, haben wir uns ein kleines Geschenk für Sie überlegt. Um genau zu sein eine Stola in der Farbe violett. In der Liturgie findet diese Farbe ihren Platz in der Advents- und Fastenzeit sowie im Bußsakrament, also in einer Zeit der Vorbereitung, der Umkehr, des Neubeginns und der Verwandlung. Die Stola ist eine Auszeichnung als Hirte in der Kirche, der Hirte als Seelsorger für seine Schäfchen, der sich sorgt und der sich kümmert. So haben wir Sie hier kennenlernen dürfen und so ist im Grunde auch unser Bild eines Priesters. Alpha und Omega in Gold aufgestickt, stehen für den Anfang und das Ende. Hier in St. Oliver endet nun eine Zeit, aber ein Ende bedeutet auch immer ein Anfang von etwas Neuem, knapp 94 km weiter südöstlich, in Duderstadt. Und auf der Innenseite: sind wir! Die Messdienerinnen und Messdiener haben uns ihren Namen in ihrem persönlichen Schreibstil geschickt und so wurden sie auch auf der Stola verewigt. Wann immer Sie also Gottesdienst feiern, stehen Sie niemals alleine in Ihrem Dienst vor Gott.

Diese Stola ist in zwei Hinsichten besonders, einmal ist es ein einzigartiges Design und zum anderen ist sie handgefertigt. Über Design lässt sich ja bekanntermaßen streiten, über Näh- und Stickkünste allerdings eher weniger. Und deswegen darf ich mich an dieser Stelle im Namen aller Messdienerinnen und Messdiener noch bei den drei bedanken, die diese Stola hergestellt haben. Die eine schaut uns gerade online zu: Liesa Kaiser, die die Stickereien gemacht hat. Und hier neben mir Paula Buchholz und hier in der Kirche ihre Großmutter Annemarie Buchholz, die das Nähen übernommen haben. Euch und Ihnen einen herzlichen Dank für die große Mühe und für diese schöne Stola!

Am Ende dieser Messe wollen wir dann aber doch nicht nur Danke sagen. Wir wünschen Ihnen auch alles Gute, viel Kraft für die Zukunft, viele tolle Begegnungen mit den Menschen in Duderstadt und Umgebung und natürlich Gottes Segen, der Sie auf allen Wegen begleiten möge. Und seien Sie versichert und auch Sie, liebe Gemeinde, dass wir hier auf jeden Fall weitermachen und mit Ihnen hier zusammen weiter unseren Glauben leben, unsere Gemeinde leben und unsere Gemeinde gestalten. Dankeschön!

Paula Buchholz & Marcel Mainusch
Oberministranten

Impressionen von der Verabschiedung
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