Auf ein gutes neues Jahr

Hoffentlich wird es ein gutes Jahr:

  • hoffentlich blühen im Frühling die Bäume
  • hoffentlich fällt kein Stern vom Himmel
  • hoffentlich träumst du schöne Träume
  • hoffentlich hast du Lust am Leben
  • hoffentlich plagt dich nicht Angst noch Not
  • hoffentlich weißt du, was als Nächstes zu tun ist
  • hoffentlich hast du stets Wasser und Brot
  • hoffentlich bricht die Welt nicht zusammen
  • hoffentlich stürzen die Häuser nicht ein
  • hoffentlich hast du alle Sinne beisammen
  • hoffentlich wirst du immer ein Hoffender sein.

Mit den Worten von Carola Merkel begrüße ich Sie alle ganz herzlich zum diesjährigen Neujahrsempfang und heiße Sie hier im Pfarrsaal willkommen. Mögen Sie stets Hoffende sein und bleiben in diesem neuen Jahr. Das fällt uns manchmal nicht leicht, denn ein unruhiges Jahr liegt hinter uns, voller Schreckensmeldungen.

Hoffnungen wurden zerstört, die Hoffnung z.B. , dass das Sterben in Aleppo aufhöre, die Hoffnung, dass Menschen zu solchen Taten wie in Nizza, München und  Berlin nicht fähig seien. Und vielleicht kennen Sie auch persönlich zerstörte Hoffnungen.

Hoffnungen gilt es trotz allem wach zu halten, vor allem am Anfang eines neuen Jahres, das wieder viel Unbekanntes für uns bereithält, uns mit Veränderungen und Neuem konfrontieren wird. Es gibt da sicherlich unterschiedliche Sichtweisen. Die einen, die Neues lieben und sich nach Veränderungen sehnen, für die neue Wege, neue Möglichkeiten und Herausforderungen genau das Richtige sind. Die anderen, die Beständigkeit lieben und sich nach dem Bekannten sehnen. Beide Haltungen haben ihre Berechtigung.

Nun wissen wir ja alle gut durch die Informationen der letzten Wochen, dass Veränderungen kommen werden. Der pastorale Raum, der Personalbereich Hannover-Süd nimmt im Sommer diesen Jahres seinen Anfang.
Mit Offenheit und Vertrauen wollen wir der neuen Situation begegnen und  erste Schritte gehen. Wir, die gewählten Gremien, werden Sie regelmäßig über die weiteren Abläufe informieren.

Am 3.2.17 wird Dr. Christian Hennecke aus dem Generalvikariat bei einem Gesprächsabend in unserer Gemeinde Perspektiven Lokaler Kirchenentwicklung aufzeigen. Herzliche Einladung dazu.

Ich habe wie in den zurückliegenden Jahren wieder eine Kalenderkarte mit der neuen Jahreslosung für sie alle mitgebracht. Sie lautet: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.  (Ezechiel 36,26)
Ezechiel schaut Visionen, die von Strafen Gottes gegen das gottvergessene Volk Israel künden. Düsternis ohne Ende! Zugleich aber verspricht Gott seinem Volk auch eine heile Zukunft im eigenen Land als freie Menschen.

Diesen Gedanken drückt der Vers der Jahreslosung aus, in dem es  weiter heißt: Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch nehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben. Merkwürdig, dass zurzeit gerade der Film „Das kalte Herz“ nach einem Märchen von Wilhelm Hauff anläuft.

Peter Munk, ein junger Köhler im Schwarzwald, ist sein armseliges Leben leid. Schließlich geht er zu einem Waldgeist.
Dieser verspricht ihm Reichtum, wenn er sein lebendiges Herz gegen ein steinernes eintauscht. Der Kohlenpeter lässt sich auf den Handel ein. Er wird reich. Doch Mitleid kennt er nun nicht mehr.

Seine alte Mutter speist er mit kargen Almosen ab.
Sein kaltes, steinernes Herz kennt nur Geldgier und Selbstsucht.
Im Zorn darüber, dass seine Frau gelegentlich einem Bettler doch etwas gibt, erschlägt er sie.

Mit einer List gelingt es ihm Gott sei Dank später, sein lebendiges Herz zurückzubekommen. Seine Frau wird wieder lebendig, und er hat gelernt:

Ein kaltes, steinernes Herz – damit kann er nicht leben. Denn zum Leben gehört das Fühlen dazu, das Leid, der Schmerz, aber auch die Freude.

Zum Leben und zum Miteinander gehört das Fühlen, das Mitfühlen dazu. Das ist uns vertraut, nicht nur das, danach wird hier in St.Oliver gelebt und gehandelt. Mit Herz und Hand wird das Gemeindeleben von vielen getragen und mitgestaltet. Es gibt viele, die ein großes, weites Herz haben, das sich mit anderen freut, die die Fähigkeit haben, zuzuhören, nachzudenken und denen beizustehen, die Hilfe brauchen.

Möge es im vor uns liegenden Jahr gelingen, unsre Herzen offen zu halten für die Menschen um uns herum und für alles Neue, was uns begegnen wird, und mögen wir hoffende Menschen bleiben.

Schließen möchte ich wieder mit einigen Hoffnungsgedanken, diesmal von der Gruppe Ruhama

Hoffnung ist wie eine Welle, die mich trägt, wie eine Quelle, die belebt. Hoffnung ist wie Rückenwind, der Flügel macht. Hoffnung ist ein neugeborenes Kind.

Hoffnung heißt ich bin geborgen, Hoffnung hilft mir in das Morgen, Hoffnung bringt mich durch den Sturm. Hoffnung holt mich aus den Träumen, Hoffnung zeigt mir neue Räume, Hoffnung haucht mir Leben ein.

Hoffnung gibt sich nicht zufrieden, Hoffnung lässt sich nicht belügen, Hoffnung fällt den Kriegern in den Arm, Hoffung bringt mich auf die Beine, Hoffnung lässt mich nicht alleine, Hoffnung haucht mir Leben ein.

Christine Braun, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St.Oliver