Kath. Pfarrgemeinde St. Oliver, Laatzen | Tel.: 0511 98290-0

„Wir müssen sicherstellen, dass den Menschen in unserem Bistum kein Leid zugefügt wird. Pfarreien, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen, Verwaltungen, überhaupt, alle Orte, in denen sich in unseren Einrichtungen Menschen begegnen, müssen sicher sein. Es braucht die konsequente Weiterentwicklung von Schutzkonzepten, von Präventions- und Interventionsarbeit“. (Bischof Heiner Wilmer im September 2021)

Viele Menschen wünschen und hoffen, dass unsere Gemeinde ein Ort ist, an dem Menschen und besonders Kinder und Jugendliche sich sicher und wohl fühlen und sich entfalten können. Dazu gehören geschützte Räume und Orte, an denen sie sich ausprobieren können. Dazu gehören aber auch Schutz und Sicherheit. Wir wollen dieses gemeinsame Ziel in unserem Bistum und in unserer Gemeinde als Chance erkennen und ergreifen. Schaffen wir in unserer Gemeinde eine Kultur der Achtsamkeit, des Eingreifens und des Schutzes der Kinder, Jugendlichen und der erwachsenen Schutzbefohlenen. 

Seit über zehn Jahren drängen vermehrt schwere Vorwürfe von Grenzüberschreitungen und sexuellen Missbrauchs gegenüber jungen Menschen durch Priester und Mitarbeiter der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit, die oft Jahrzehnte zurückreichen und auch in der Region Hannover stattfanden. Seitdem wird versucht, die Vorfälle aufzuklären und betroffenen Personen bei der Bewältigung ihrer Erfahrungen mit Leid und Unrecht zu unterstützen. In den deutschen Diözesen wurden schrittweise umfangreiche Maßnahmen der Sensibilisierung und Prävention etabliert, um eine Kultur der Achtsamkeit ins Leben zu rufen und sexuellen Missbrauch zu verhindern

In den vier Pfarrgemeinden des Pastoralbereichs Hannover-Süd (St. Augustinus, St. Bernward, Zu den Heiligen Engeln, St. Oliver) wurde in den letzten Jahren ein „Institutionelles Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt gegenüber Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen der Pfarrgemeinden im Pastoralbereich Hannover-Süd“ entwickelt, das besonders Kinder und Jugendliche in verschiedenen Bereichen im Blick hat.
Ziel ist es, Kinder und Jugendliche vor jeder Form von Übergriffen, Missbrauch und Gewalt zu schützen.
Unsere Gemeinden sollen ein sicherer Ort sein, der es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, vertrauensvolle Erfahrungen zu machen und sich wohlzufühlen.

Das Schutzkonzept steht auf der Website von St. Oliver und ist dort nachzulesen. Es ist sehr ausführlich und mit vielen Hinweisen, Tipps und Adressen versehen.
Aufgabe für die nächste Zeit wird es sein, dieses Konzept bekannt zu machen mit Leben zu füllen.

Cordula Meinhardt-Müller

Cordula Meinhardt-Müller

Für Präventionsfragen geschulte Person

Siegfried Heinemann

Siegfried Heinemann

Für Präventionsfragen geschulte Person

In den vergangenen Jahren fanden bereits zahlreiche Schulungen und Fortbildungen zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt statt, an denen eine Reihe von ehrenamtlich und hauptberuflich Mitarbeitende der Gemeinde bereits teilgenommen haben. Jede/ jeder der in der Gemeinde Tätigkeiten mit jungen Menschen durchführt wird fortlaufend geschult.   

Die Arbeitsgruppe „Prävention“ hat sich als Aufgabe gesetzt, weitere konkrete Schritte dazu zu erarbeiten.

Ein praktisches Beispiel, wo das bereits erfolgt ist, ist der neue Meditationsraum. Die Tür bekam drei kleine Sichtfenster, um dem Präventionskonzept unserer Gemeinde Rechnung zu tragen und den Raum von außen einsehbar zu machen.

Eine Rolle spielen dabei auch die vom Bistum Hildesheim für Präventionsfragen geschulte Personen (PgP) in Pfarreien und Einrichtungen. 

Die geschulte Person übernimmt dabei folgende Aufgaben: 

  • Kennt die Verfahrenswege bei Verdachtsmeldungen sowie interne und externe Beratungsstellen und kann Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige darüber informieren
  • Fungiert als Ansprechperson für Mitarbeitende sowie ehrenamtlich Tätige bei allen Fragen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt
  • Bemüht sich um die Platzierung des Themas in den Strukturen und Gremien des Rechtsträgers
  • Ist Kontaktperson vor Ort für die Präventionsbeauftragte der Diözese Hildesheim 

In St. Oliver übernehmen zwei Personen diese Funktion: Siegfried Heinemann und Cordula Meinhardt-Müller. Sie sind erreichbar über die Mail-Adresse: praevention@oliveraktuell.de oder unter der Telefonnummer 0511/98290-110

Präventionsarbeit ist eine Daueraufgabe, sie kann nie endgültig beendet und abgeschlossen sein. Äußere Bedingungen ändern und verändern sich, handelnde Personen innerhalb der Gemeinde wechseln. Das Hauptanliegen dabei ist, dass das „Wohl und (die) Entfaltung junger Menschen oberste Priorität hat.“ (vgl. auch www.praevention.bistum-hildesheim.de)

S. Heinemann / C. Meinhardt-Müller

Institutionelles Schutzkonzept

Infoheft Bistum Hildesheim

Schulungen zur Prävention

Kontaktinformationen

Kath. Pfarrgemeinde
St. Oliver
Pestalozzistrasse 24
30880 Laatzen

Öffnungszeiten:

  • Montag, Dienstag und Freitag 9.00 – 12.00 Uhr
  • Mittwoch 15.00 – 18.00 Uhr

0511 98290-0