Förderverein St. Oliver spendet für Pfarrheim-Anbau

Vorstand gibt 15 000 Euro dazu / Umfangreiche Baumaßnahme im Pfarrzentrum kostet insgesamt 280 000 Euro.

Laatzen-Mitte. Wenn Brautpaare, Angehörige von Verstorbenen und andere Menschen zu einer Besprechung in die katholische Gemeinde St. Oliver kommen, dann steht ihnen dort seit Kurzem ein gänzlich neuer Raum zur Verfügung. Der Anbau beim Gemeindezentrum an der Pestalozzistraße wurde im April fertiggestellt – auch dank finanzieller Unterstützung des Fördervereins von St. Oliver. Am Donnerstag überreichte der Vorstand einen symbolischen Scheck über 15 000 Euro.

Bereits im Januar sei der Beschluss für den Spendenzweck gefallen, erklärte der Vereinsvorsitzende Michael Feikert. Nun kamen er und sein Stellvertreter Olaf Janisch zur offiziellen Übergabe in den fertigen von außen mit Holz verkleideten Mehrzweckraum.

Seinem Namen entsprechend ist dieser vielseitig nutzbar. Die Tische haben Rollen unter den Füßen, die Bauhaus-Stühle sind stapelbar. Damit lasse sich der Raum im Handumdrehen nach individuellen Bedürfnissen für wenige oder mehr Menschen einrichten, schwärmt Pfarrer Thomas Kellner, der seit April bei St. Oliver im Dienst ist und von Laatzen aus den Pfarrbezirk Hannover-Süd leitet. Der neue Besprechungsraum mit Oberlichtern und Ausgang zum nun verkleinerten Garten werde gut genutzt.

Die frühere Außenwand mit ihren roten Klinkersteinen ist als Sichtmauerwerk erhalten geblieben, an der Wand hinter der Tür wurde eine Küchenzeile eingebaut und gegenüber der Tür ist Platz für Bilder. Er habe testweise fünf kleinere Ausdrucke von Paul-Klee-Gemälden aufgehängt, erzählt Kellner. Solange niemand einschlafe oder protestiere, werde die kleine Ausstellung demnächst durch größere Drucke ersetzt.

Der Anbau ist nicht die einzige Baumaßnahme beim Pfarrzentrum von St. Oliver. In den letzten Monaten hat sich dort noch einiges andere verändert. Die mehr als 40 Jahre alten Fenster wurden erneuert sowie die gleichfalls in Teilen noch aus den Siebzigerjahren stammenden Sanitäranlagen und Elektrik auf den neuesten Stand gebracht. Die Pfarrwohnung war seit dem Auszug von Thomas Berkefeld, der als Propst nach Duderstadt wechselte, über Monate eine Baustelle. Auch sie wurde im großen Stil umgebaut. Pfarrer Kellner, der im April seinen Dienst antrat, hat jetzt unter anderem mehr Platz in der Küche, als sein Vorgänger es hatte. Dafür wurde die Wand zum einstigen Vorratsraum entfernt.

Im Pfarrbüro wurde im Zuge der Renovierung der Fußboden erneuert. Im Keller wurden alte Asbestleitungen ersetzt. Unter anderem wegen dieser Sanierung erhöhten sich die Gesamtkosten für die mit mehrjährigem Vorlauf geplante Baumaßnahmen bei St. Oliver auf rund 285 000 Euro. Den Großteil davon trage das Bistum, teilte die Gemeinde mit. Den Eigenanteil von 50 000 Euro hat der Förderverein mit seiner Spende mit finanziert.

Auf die gerade beendete Baumaßnahme soll in den nächsten Jahren eine weitere Folgen. Als nächstes müsse das Pfarrheim renoviert werden: Dach, Fußböden, Fenster, Heizkörper und Elektrik. Und der Förderverein hat auch schon ein nächstes Spendenziel: Der 15 Jahre alte VW-Bus der Gemeinde müsse früher oder später ersetzt werden.

Leine Nachrichten, 07.07.2021, Astrid Köhler