Laatzen-Mitte. Seit Dienstag ziehen die Sternsinger der St.Oliver-Kirchengemeinde wieder durch Laatzen, um Segen zu spenden und Spenden einzuwerben – in diesem Jahr für Hilfsprojekte in Kenia. Am Mittwoch besuchten sie unter anderem das Rathaus, die Polizei und Feuerwehr sowie die Laatzener Lokalredaktion der HAZ und NP.

In Verkleidungen der Heiligen Drei Könige und mit einem Banner mit Schriftzug in der ostafrikanischen Sprache Swahili, der übersetzt in etwa „Gott segne dieses Haus“ bedeutet, zogen 23 Kinder durch Laatzen. Im Foyer des Laatzener Rathauses nahm Melanie Reimer, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, die Gruppe am Mittwochvormittag in Empfang. Dort sangen die Jungen und Mädchen ein afrikanisches Lied und das geistliche Weihnachtslied „Stern über Bethlehem“ für die Gastgeberin. Bei diesem begleitete der siebenjährige Jericho die Sternsinger erstmals mit einer Gitarre.

Reimer zeigte sich gerührt vom Besuch der verkleideten Jungen und Mädchen. „Vielen Dank, dass ihr heute wieder hier wart. Das ist ja schon eine Tradition“, sagte sie und überreichte der Gruppe eine Spende der Stadt, nachdem Robert (6) die Segensformel „20*C+M+B+17“ über die Eingangstür des Rathausfoyers am Bürgerbüro geklebt hatte.

Das war zunächst gar nicht so einfach – denn auch auf einem Stuhl stehend konnte Robert die Glasfläche über der Schiebetür nicht erreichen. Schließlich fasste sich ein älterer Zuschauer ein Herz und hob den lachenden Jungen unter dem Jubel der anderen Kinder in die Höhe.

Zuvor hatten die Kinder bereits die Kindertagesstätte St. Marien und die Laatzener Lokalredaktion der HAZ und NP besucht, am Nachmittag ging es weiter zur Polizei und zur Feuerwehr. Am Wochenende ziehen dann sogar drei Dutzend Kinder durch alle Ortsteile, um insgesamt rund 200 Familien zu besuchen. Um das zu schaffen, teilen sich die Sternsinger in kleinere Gruppen auf.

„In diesem Jahr sammeln wir zugunsten von Hilfsprojekten in Kenia“, sagte Martina Teipel, Gemeindereferentin von St. Oliver. „Dort herrscht große Dürre und Wassernotstand.“ Mit dem gesammelten Geld der bundesweiten Sternsinger-Aktion sollen in dem ostafrikanischen Land unter anderem Trinkwasserbrunnen gebohrt werden.

Erschienen in den „Leine Nachrichten“, 05.01.2017, Daniel Junker